Solidarität braucht keine Schminke

26.10.2022 | Infoblatt: Warum Sternsingergruppen keine schwarze Schminke brauchen.

Wenn man sich zwischen Traditionen und den Gefühlen von Menschen entscheiden muss, kann es nur eine Entscheidung geben. Deshalb macht der BDKJ in der Erzdiözese Freiburg sich dafür stark, dass bei der Aktion Dreikönigssingen auf den schwarz geschminkten König verzichtet wird. Auch das Kindermissionswerk empfiehlt, auf schwarze Schminke zu verzichten.

Jedes Jahr gehen tausende Kinder und Jugendliche als Sternsinger*innen von Tür zu Tür, bringen den Segen Gottes und bitten um Spenden für Projekte in anderen Teilen der Welt. Sie setzen damit ein Zeichen der Solidarität zwischen Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Macht und Status. Die Aktion Dreikönigssingen will die Menschheit vereinen und Frieden bringen. "Wir glauben, dass ein schwarz geschminkter König dazu nicht gebraucht wird und diese Praxis sogar unserer Botschaft entgegensteht.", erklärt Johannes Treffert, Geistlicher Leiter des BDKJ. Der BDKJ wirbt deshalb in der Zeit vor der Sternsingeraktion darum, dass Gruppen ganz bewußt auf schwarze Schminke verzichten. Mit der Initiative geht es dem Dachverband der katholischen Jugendverbände darum, kritische Stimmen ernstzunehmen und deutlich zu machen, dass mit der Aktion Dreikönigssingen auch nicht ungewollt rassistische Stereotypen reproduziert werden sollen.

Für Gruppen, die die Haltung des BDKJ teilen gibt es ein Infoblatt, dass bei den Besuchen der Sternsinger*innen genutzt werden kann, um auch kritische Nachfragen beantworten zu können.
 
Auch das Kindermissionswerk hat eine Infoseite mit der Empfehlung erarbeitet.
 
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